
Foto von Marquinho Mota
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Wie hängen Klimagerechtigkeit, indigene Selbstbestimmung, Geschlechtergerechtigkeit und die Verteidigung demokratischer Räume zusammen? Und welche Handlungsmöglichkeiten eröffnen sich angesichts des Erstarkens rechter und autoritärer Kräfte?
Indigene Frauen und ihre Bewegungen stehen in Brasilien an zentraler Stelle im Kampf um den Schutz ihrer Territorien, den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen und die Verteidigung ihrer Rechte. Sie setzen sich gegen Landraub, Umweltzerstörung und diskriminierende Machtverhältnisse ein und bringen eigene politische Perspektiven und Zukunftsvorstellungen in gesellschaftliche Debatten ein. Dabei verbinden sich die Kämpfe um indigene Selbstbestimmung und Klimagerechtigkeit mit umfassenderen Auseinandersetzungen um soziale, rassistische und geschlechtliche Gerechtigkeit sowie um demokratische Teilhabe.
Gleichzeitig stellen das Erstarken rechter und autoritärer Kräfte, antifeministische Mobilisierungen und die Verbreitung von Desinformation demokratische Errungenschaften und ökologische Schutzmaßnahmen vor neue Herausforderungen. In Brasilien zeigt sich besonders deutlich, wie politische Machtverhältnisse die Umweltpolitik, den Schutz indigener Territorien und die Rechte marginalisierter Gruppen beeinflussen.
Gemeinsam mit einer indigenen Aktivistin aus Brasilien wollen wir darüber diskutieren, wie indigene Bewegungen Demokratie, politische Teilhabe und Selbstbestimmung verstehen und gestalten. Im Mittelpunkt stehen ihre Erfahrungen mit Organisierung, politischer Bildung, Mobilisierung und Bündnisarbeit sowie die Strategien, mit denen sie indigene Rechte und Territorien verteidigen und solidarische Alternativen stärken.
Welche Erfahrungen aus Brasilien helfen uns, die Zusammenhänge zwischen Klimakrise, gesellschaftlicher Ungleichheit und autoritären Entwicklungen besser zu verstehen? Wie können demokratische Räume verteidigt und erweitert werden? Und was können wir daraus für den Aufbau handlungsfähiger Netzwerke und die Stärkung einer solidarischen Zivilgesellschaft lernen?
Die Veranstaltung lädt dazu ein, indigene Perspektiven auf Klimagerechtigkeit und Demokratie kennenzulernen, transnationale Verbindungen zwischen politischen Kämpfen zu diskutieren und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten für eine demokratische, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Zukunft auszuloten.
Die Referentin:
Maísa Caragiu Viana Guajajara ist eine indigene Aktivistin und Koordinatorin des Kollektivs Guerreiras da Floresta („Kriegerinnen des Waldes“) aus dem Volk der Guajajara im brasilianischen Bundesstaat Maranhão. Das 2014 gegründete Kollektiv setzt sich für den Schutz indigener Territorien, den Erhalt des Amazonaswaldes und die Stärkung der Rechte indigener Gemeinschaften ein. Als junge indigene Führungspersönlichkeit verbindet Maísa den Einsatz für Klimagerechtigkeit und den Schutz der Wälder mit der Stärkung indigener Kultur und der politischen Teilhabe von Frauen.
Datum: 09.12.2026
Uhrzeit:
18:00–19:30 Uhr (Berlin)
14:00–15:30 Uhr (Brasilia)
Sprache: Portugiesisch und Deutsch mit Simultandolmetschen (Lautsprache)
Anmeldung: dieses Anmeldeformular oder per Mail an projekt@f3kollektiv.net
Wo? Online (Zugangslink per Mail nach Anmeldung)
Das Angebot ist kostenlos. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt statt.
Unser Projekt „Bildung zu den SDGs gegen rechte Ideologien – Kämpfe und Strategien aus dem Globalen Süden“ wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, dem Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung von Engagement Global mit Mitteln des BMZ sowie von Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Vielen Dank an alle, die unsere Bildungsarbeit möglich machen!