Willkommen auf unserer neuen Kollektiv-Website!

«Als Kollektiv suchen wir gemeinsam neue Fragen & Perspektiven für machtkritische Bildung.»

F3_kollektiv

Über uns

_kollektiv. Im März 2019 gründeten wir in Köln das Bildungskollektiv und sind seitdem bundesweit aktiv. Wir sind eine Gruppe von 9 Menschen, die seit langem in unterschiedlichen Kontexten politische Bildungsarbeit machen. Uns verbinden die politische Bildungsarbeit zum Thema Machtverhältnisse und eine machtkritische Haltung. Wir teilen den Anspruch, gemeinsam Entscheidungen im Konsens zu treffen, kollektive Arbeitsstrukturen aufzubauen und Wissen miteinander zu teilen.

F3_ Die Funktionstaste 3 auf einer Computertastatur ist recht unbekannt. Mit ihr ist das Suchen von Ordnern und Dateien bei Windows möglich und in Browsern öffnet sich das Suchfeld. Wir lernten bei unserem ersten Treffen gemeinsam diese Funktion kennen. Und so machte sich das F3_kollektiv auf die Suche nach mehr Unbekanntem: Nach weiteren Vorhaben und Themen, kollektiven Prozessen und machtkritischer Bildungsarbeit.

F3_kollektiv. bilden. suchen. verändern – Wir bleiben als Kollektiv und in der kollektiven Bildungsarbeit suchend.

Basha

Basha

Pronomen: *keins* // In 3 Worten: achtsam, kritisch, DIY // Spezialist*in für: Machtkritische Bildung, Antirassismus, Bewegungsfreiheit // F3_Spezialist*in für: Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsmeierei // Wichtigstes Equipment: Filzstift

Evelyn

Evelyn

Pronomen: sie // In 3 Worten: energiegeladen, lernfreudig, Großstadtmensch // Spezialistin für: Feminismen, Bergbau/ Rohstoffe, Digitalisierung // F3_Spezialistin für: Projekt #digital_global, Öffentlichkeitsarbeit // Wichtigstes Equipment: Laptop & Espresso

Jana

Pronomen: sie // In 3 Worten: strukturiert, entscheidungsunfreudig, empathisch // Spezialistin für: machtkritische Perspektiven, Moderation // F3_Spezialistin für: Gruppenprozesse, Organisation, bald Buchhaltung // Wichtigstes Equipment: Kulli

Katrin

Katrin

Pronomen: sie // In 3 Worten: positiv, entspannt, warmherzig // Spezialistin für: machtkritische Bildung, Rassismuskritik, Digitalisierung // F3_Spezialistin für: Projekt #digital_global, Technik, Öffentlichkeitsarbeit // Wichtigstes Equipment: Klemmbrett

Maike

Pronomen: sie // In 3 Worten: geduldig, lustig, neugierig // Spezialistin für: Grundbildung, Antirassismus, Mehrsprachigkeit  // F3_Spezialistin für: Grundbildung, Vereins-Orga, Methoden-Entwicklung // Wichtigstes Equipment: Smartphone

Marie

Pronomen: sie // In 3 Worten: genießerisch, energiegeladen, lustig // Spezialistin für: Moderation, Seminargestaltung, Digitalisierung // F3_Spezialistin für: Kollektiv-Orga, Workshops, Projektmonitoring // Wichtigstes Equipment: Tabak und Blättchen

Mario

Pronomen:  er oder neutral // In 3 Worten: ruhig, bedacht, mittelfröhlich // Spezialist_in für: Kritische Männlichkeiten, Sexualpädagogik (in Ausbildung) // F3_Spezialist_in für: Workshops // Wichtigstes Equipment: Greenscreen-Roll-Up & OBS Studio

Moritz

Pronomen: er // In 3 Worten: spontan, einfühlsam, lernbegierig // Spezialist für: Klimagerechtigkeit, Mediation, soziale Bewegungen // F3_Spezialist für: Methodenkonzeption, Workshops // Wichtigstes Equipment: Mate-Strohhalm, gute Marker

Simon

Simon

Pronomen: er // In 3 Worten: vielseitig, zuverlässig, begeisterungsfähig // Spezialist für: Postwachstum, Transformation, Moderation // F3_Spezialist für: Buchhaltung, Transformative Bildung // Wichtigstes Equipment: Kalender

«We find ourselves confronted with a clear option: to educate for liberation or to educate for domination.»

bell hooks

Unsere Bildungsarbeit

…gestalten wir kollektiv. Wir entwickeln unser Material und unser Angebot gemeinsam weiter. Unsere Ideen und Vorschläge beraten wir miteinander. Unterschiedliche Wissensstände und Erfahrungen mit bestimmten Themen oder Methoden sprechen wir offen aus damit wir voneinander lernen können.

…ist ein Prozess. Die Gesellschaft, in der wir leben, verändert sich ständig weiter. Durch die voranschreitenden Prozesse von Globalisierung und weltweiter Warenzirkulation sind neue Chancen und Herausforderungen entstanden. Wir haben viele Fragen an die Zukunft. Unsere Bildungsarbeit hat das Ziel, gemeinsam diese Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. Gemeinsam lernen wir miteinander und voneinander. Didaktisch gehen wir prozessorientiert vor und begleiten Gruppen beim Lernen.

Unsere Bildungsarbeit

…regt zum (ver)lernen an. Wir leben im Globalen Norden, dessen Modell ökonomischer Entwicklung zu einer tiefen Spaltung zwischen und innerhalb von Gesellschaften geführt hat. Dieses Modell ökonomischer Entwicklung führt von einer Krise zur nächsten, verursacht Kriege, Armut und Diskriminierung. Die damit einhergehenden Spaltungen werden ständig weiter vertieft und sind gesellschaftlich so prägend, dass sie schon früh erlernt und verinnerlicht werden. Kinder wachsen mit Stereotypen über Menschen in ihrer Gesellschaft und Menschen im Globalen Süden auf, die aus jahrhundertelanger Kolonialgeschichte resultieren. Vorstellungen wie diese, durch welche Verhaltensweisen Menschen der Norm entsprechen und welches Verhalten oder Aussehen „unnormal“ sei, prägen den Alltag. Die Stereotype prägen außerdem die eigene Identität. Das gesamte öffentliche Leben wird von binären Vorstellungen dominiert. Mann vs. Frau, entwickelt vs. unterentwickelt, Inländer vs. Ausländer. Bildung trägt in allen Bereichen (formal, non-formal und informell) ihren Teil dazu bei, diese Normen zu stabilisieren und die Ausschlüsse und Ausgrenzungen aufrechtzuerhalten. Unsere Vorstellung guter Bildungsarbeit ist aber, dass wir damit einen Beitrag dazu leisten, diese normierten Denkweisen und Verhaltensweisen zu hinterfragen. Denn nur so können wir sie verlernen und die Gesellschaft verändern.

Unsere Bildungsarbeit

…ist machtkritisch. Der Zugang zu gesellschaftlicher Anerkennung, zu Dienstleistungen, Waren und Ressourcen ist sehr ungleich zwischen Gruppen von Menschen verteilt. Diese unterschiedlichen Zugänge bewirken privilegierte und de-privilegierte Machtpositionen. Sie sind kein Produkt zufälliger Geschichte, sondern sozial konstruiert, also das Ergebnis gesellschaftlicher Entwicklung. Darin haben manche Gruppen ihre Interessen gegen andere durchgesetzt und Strukturen, Institutionen und Ideologien geschaffen, um ihre Interessen dauerhaft zu schützen und zu verteidigen. Deshalb sind Machtverhältnisse auch nicht einfach aufzuheben oder umzukehren. Ihr Abbau erfordert langfristige Bewusstwerdungsprozesse, zu denen unsere Bildungsarbeit beitragen soll. Wir analysieren Machtverhältnisse, sowohl individuell („wie beeinflusse ich selbst sie durch mein Verhalten?“), institutionell („wie beeinflussen bestimmte Rahmenbedingungen sie?“) als auch ideologisch („wie beeinflussen meine Überzeugungen sie?“) und intersektional („wie hängen unterschiedliche Herrschaftsverhältnisse zusammen?“). Unsere Bildungsarbeit soll ermöglichen, dass Menschen Wege finden, sensibel mit Macht umzugehen, indem sie beispielsweise Macht abgeben oder sie sich erkämpfen. Für uns ist ein bewusster und positiver Umgang mit Macht eine Voraussetzung dafür, damit Menschen Prozesse emanzipatorisch gestalten können.

Unsere Bildungsarbeit

…ist emanzipatorisch. Wir glauben, dass eine grundlegende Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse nötig ist, damit alle Menschen selbstbestimmt, frei und gleich leben können. Deshalb wollen wir durch Bildungsarbeit dazu beitragen, dass Menschen sich von Fremdbestimmung lösen können und gleiche gesellschaftliche Anerkennung erfahren. Wir reflektieren als politische Bildner*innen kritisch unsere eigene Verstrickung in diese Mechanismen und schaffen darüber Transparenz gegenüber denjenigen, mit denen wir arbeiten. Indem wir uns selbst in Frage stellen, stärken wir die Möglichkeit unserer Zielgruppen für selbstbestimmte Bildung.

…eröffnet Handlungsspielräume. Bildung ist für uns kein Selbstzweck, sondern eine elementare Voraussetzung gesellschaftlichen Wandels. Unsere Angebote sollen nicht auf der Ebene der Analyse, des Verstehens und des Bewertens enden, sondern Impulse für Veränderung setzen. Auf der individuellen Ebene wollen wir Menschen dazu befähigen, eigene Denk- und Verhaltensmuster kritisch zu reflektieren und alternative Denkweisen und Handlungsoptionen zu erlernen.

«Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden.»

Rosa Luxemburg

Angebote

«Machtkritische Bildung zeigt Strukturen und Zusammenhänge auf und bleibt nicht bei individuellen Handlungsmöglichkeiten stehen.»

F3_kollektiv

Materialien

Das F3_kollektiv entwickelt Bildungsmaterial zu vielfältigen Themen und für unterschiedliche Zielgruppen. Den digitalen Bildungstools, Materialien zum ausdrucken oder Methodenanleitungen ist gemeinsam, dass sie Open Educational Resources sind. Ihr könnt alles frei in Seminaren und im Unterricht einsetzen (Lizenz CC by S.A.).

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