Fortbildung für Multiplikator*innen des Globalen Lernens am 8. und 9. Mai 2026 in Köln
Rechte und autoritäre Kräfte gewinnen weltweit an Einfluss – mit ganz konkreten Folgen für Menschenrechte, gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Strukturen. In den USA etwa wurden unter Donald Trump Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen systematisch zurückgebaut – mit direkten Auswirkungen auf den globalen Klimaschutz. Gleichzeitig erleben wir weltweit politische Angriffe auf reproduktive Rechte, die Einschränkung von LGBTIQ+-Rechten und gezielte Kampagnen gegen geschlechtergerechte Bildung.
Antifeminismus und Klimawandelleugnung sind dabei zentrale Bestandteile rechter Mobilisierung und werden strategisch eingesetzt, um demokratische Werte zu untergraben.
Für viele Bildungsakteur*innen zeigt sich das konkret im Alltag – etwa in Form von Desinformation, Widerstand gegen Bildungsinhalte oder herausfordernden Diskussionen im Seminarraum.
Wenn ihr euch auch fragt, wie ihr darauf in eurer Bildungsarbeit wirksam reagieren könnt, bietet euch die Fortbildung einen Raum, genau daran zu arbeiten.
Im Projekt „Bildung zu den SDGs gegen rechte Ideologien – Kämpfe und Strategien aus dem Globalen Süden“ hat das F3_kollektiv neue, praxisnahe Methoden entwickelt, die Jugendliche ab 15 Jahren und junge Erwachsene befähigen sollen, rechte Narrative zu erkennen und zu analysieren. Dabei eröffnen Perspektiven aus dem Globalen Süden neue Blickwinkel und Handlungsmöglichkeiten, um rechten Politiken zu begegnen. Die Methoden sind zwischen 45 und 120 Minuten lang und eignen sich sowohl für den schulischen wie außerschulischen Kontext. Die Materialien können unter der Lizenz CC By S.A. frei genutzt werden.
Warum teilnehmen?
In der zweitägigen Fortbildung habt ihr die Möglichkeit:
- konkrete, sofort einsetzbare Methoden für eure Bildungsarbeit kennenzulernen und auszuprobieren
- eure eigene Rolle als Bildungsakteur*in machtkritisch zu reflektieren und zu stärken
- neue Ansätze aus dem sozial-emotionalen Lernen kennenzulernen, um Empathie, Resilienz und Selbstwirksamkeit zu fördern
- euch mit anderen Engagierten auszutauschen, zu vernetzen und gegenseitig zu stärken
- neue Impulse und Sicherheit für den Umgang mit herausfordernden Diskussionen mitzunehmen
Die Fortbildung lebt vom Austausch: Neben inhaltlichen Inputs steht das gemeinsame Lernen, Ausprobieren und Reflektieren im Mittelpunkt. Wir schaffen einen partizipativen, wertschätzenden Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ausdrücklich willkommen sind.
Inhalte im Überblick:
- Rechte Ideologien verstehen: Antifeminismus und Klimawandelleugnung im Kontext globaler Entwicklungen
- Praktisches Methodentraining mit den neuen Materialien des F3_kollektivs
- Machtkritische Perspektiven in der Bildungsarbeit stärken
- Sozial-emotionales Lernen in der politischen Bildung
- Austausch, Reflexion und Vernetzung
Zielgruppe:
Multiplikator*innen im Globalen Lernen, in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), politischen Bildungsarbeit sowie in der geschlechterreflektierten Pädagogik
Rahmenbedingungen:
• 📅 8. & 9. Mai 2026
• 📍 Köln (genauer Ort nach Anmeldung)
• 🕒 Fr 12–19 Uhr Sa 10–17 Uhr
• 💸 Kostenfrei (inkl. Verpflegung und Übernachtung). Die Teilnahme ist auch ohne Übernachtung möglich.
Leider können wir keine professionelle Kinderbetreung während der Seminarzeiten anbieten. Wenn euch das von der Teilnahme abhält, schreibt uns gerne eine E-Mail und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung!
Die Fortbildung findet in Kooperation mit dem Friedensbildungswerk Köln statt.
Leider ist die Fortbildung schon ausgebucht! Wir bemühen uns aktuell, noch zusätzliche Plätze zu ermöglichen und nehmen euch bis dahin gerne auf die Warteliste auf.
Bei Fragen meldet euch gerne: projekt@f3kollektiv.net