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Rechte Bewegungen gegen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit

Rechte Bewegungen – was ist das eigentlich? Die Teilnehmer*innen setzen sich mit zentralen Begriffen auseinander und lernen anhand der Themen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit (SDG 13 und SDG 5) über die Strategien und die globale Vernetzung rechter Akteur*innen. Sie beschäftigen sich spielerisch mit Fort- und Rückschritten beim globalen Kampf gegen rechte Bewegungen. Die Methode kombiniert Input, interaktive Bewegungs- und Spielphasen sowie Reflexion. Gleichzeitig fördert die Methode die emotionale Auseinandersetzung, Perspektivübernahme und Reflexionsfähigkeit.

Hinweise zur Nutzung

Die Methode ist für Präsenz-Settings konzipiert. Den detaillierten Ablauf und alle druckbaren Materialien findet ihr rechts zum Download als ZIP-Datei.

Alle Materialien im Überblick:

  • Ablaufplan Präsenz als Word-Datei
  • M1AM1: Input rechte Bewegungen gegen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit
  • M1AM2: Präsentation ohne Video als PDF
  • M1AM3: Spielregeln „Ein Schritt vor, zwei zurück“
  • M1AM4: Spielbrett „Ein Schritt vor, zwei zurück“ DINA3
  • M1AM4b: Spielbrett „Ein Schritt vor, zwei zurück“ DINA4
  • M1AM5: Spielkarten “Ein Schritt vor, zwei zurück”

Hier findet ihr alle Tools zu der Methode

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M1AT2: Präsentation mit Video

Besonderheiten

Methodik: Musikstühle, Video und Präsentation, Brettspiel, Reflexion
Zeitaufwand: 90 Minuten. Die Übung kann in zwei Schulstunden durchgeführt werden, weil sie gut in zwei 45 Minuten Slots eingeteilt werden kann.
Zielgruppe : Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren
Gruppengröße: Mindestens 3, maximal 30 Teilnehmende
Teamer*innen: 1-2
Komplexität: ***
Barrieren: Sehfähigkeit, Hörfähigkeit, Körperliche Mobilität, Feinmotorik, Konzentration, Sprachliche Teilhabe
:
  • Die TN kennen zentrale Begriffe wie „rechts“, „rechte Bewegungen“ und „rechte Ideologien“.
  • Die TN verstehen, dass global Klima- und Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5 und SDG 13) gezielt von rechten und rechts-konservativen Akteur*innen angegriffen werden.
  • Sie verstehen die Mobilisierungsstrategie von rechten Akteur*innen, wie Ängste schüren und Fehlinformationen verbreiten, um zu polarisieren.
  • Die TN können zentrale Narrative, Strategien und Akteur*innen rechter Bewegungen aus aller Welt benennen.
  • Die TN lernen internationale Beispiele für rechte Politik, klima- und geschlechterpolitische Errungenschaften und Rückschritte kennen.
  • Die TN analysieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Fortschritten und Rückschlägen in gesellschaftlichen Entwicklungen.

Die Methode beginnt im Stuhlkreis. Für das Kennenlernen und den Ablauf werden Kreppband und Stift für Namensschilder und ggf. ein Ablaufplakat benötigt. Für die Musikstühle benötigt es eine Musikbox und genug Platz, damit sich die Gruppe im Raum um die in Zweierpaaren gegenüber gestellten Stühle bewegen kann. Für das Spiel werden ausreichend Platz und Tische für die 4er-Gruppen benötigt. Je nach Gruppengröße ist ein zweiter Raum hilfreich. Außerdem braucht es Spielfiguren und Würfel für jede Gruppe. Das Spielbrett und die Spielkarten müssen zuvor ausgedruckt und ausgeschnitten werden. Die Spielkarten müssen doppelseitig an der kurzen Seite gedreht ausgedruckt werden, damit Vorder- und Rückseite der Karten richtig aufeinanderpassen.

Die Methode ist als Einstiegsübung konzipiert und erfordert nur ein geringes Vorwissen in den Themenfeldern. Allerdings werden Themen der Diskriminierung, wie Rassismus und Sexismus angesprochen und erfordern eine gewisse Sensibilisierung dafür.
Die Reflexion verlangt sowohl emotionale Selbstwahrnehmung als auch analytisches Denken, also die Verbindung von Erlebnis, Wissen und kritischer Bewertung. Das Themenfeld rechte Bewegungen kann polarisieren. Die Teamer*innen sollten sich inhaltlich vorbereiten und mit einer klaren Haltung gegen rechte Positionen in die Durchführung gehen.

Die Methode umfasst fünf Schritte. [1] Sie beginnt im Stuhlkreis mit einer Namens- (und ggf. Pronomen und Befindlichkeitsrunde). Die Teamer*innen stellen den Titel und den Ablauf des Workshops vor. [2] Für die Musikstuhl-Übung werden Stühle in Zweiergruppen gegenüber im Raum verteilt und die Teilnehmer*innen bewegen sich im Raum. Stoppt die Musik, finden sie sich zu zweit zusammen und sprechen nacheinander (max. 1 Minute pro Person) über eine Frage, die die Teamer*innen von einem Flipchart vorlesen. Der Wechsel wird angesagt, damit alle zu Wort kommen. Danach geht die Musik wieder an und die Teilnehmer*innen bewegen sich erneut im Raum. Beim nächsten Stopp finden sie sich in neuen Konstellationen zur nächsten Frage zusammen. So wird Vorwissen zu Begriffen und Beispielen rechter Akteur*innen im nationalen und internationalen Kontext aktiviert. [3] Anschließend führen die Teamer*innen anhand eines kurzen Videos und Inputs in zentrale Merkmale, Narrative, Strategien und Akteur*innen rechter Bewegungen ein; dabei thematisieren sie gezielt Angriffe auf Klima- und Geschlechtergerechtigkeit. [4] Durch das Spiel „Ein Schritt vor, zwei zurück?“ erleben die Teilnehmer*innen spielerisch, wie umkämpft diese Politikfelder sind und setzen sich mit globalen Beispielen für Vor- und Rückschritte und rechter Einflussnahme auseinander. [5] In der Abschlussdiskussion erfolgt eine emotionale und inhaltliche Auswertung, u. a. über überraschende Erkenntnisse, persönliche Gefühle, Parallelen zur Realität und die Analyse gesellschaftlicher Errungenschaften und Rückschläge.
Die Methode verknüpft Wissen, Bewegung, spielerische Zugänge und emotionale Reflexion und schafft so einen lebendigen Zugang zu komplexen Themen.

Präsentation rechte Bewegungen gegen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit

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