Seit April arbeiten wir an unserem neuen Projekt „Bildung zu den SDGs gegen rechte Ideologien – Kämpfe und Strategien aus dem Globalen Süden“ (Laufzeit: April 2025 – Januar 2027).
Im Zentrum des Projekts steht eine Entwicklung, die weltweit an Fahrt aufnimmt: der wachsende Einfluss rechter Akteur*innen – und der Widerstand dagegen. Besonders Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5) und Klimapolitik (SDG 13) sind zu umkämpften Konfliktfeldern geworden. Rechte Kampagnen und politische Entscheidungen stellen viele Fortschritte verstärkt infrage. In den USA erklärte Donald Trump wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gefahr von CO₂ für ungültig – ein Signal, das Klimawandelleugnung weiter normalisiert und Bewegungen für Klimagerechtigkeit unter Druck setzt. In Argentinien demontiert Javier Milei in kürzester Zeit Erfolge jahrzehntelanger feministischer Kämpfe – mit drastischen Folgen für FLINTA.
Doch der Backlash bleibt nicht unbeantwortet. Weltweit formieren sich Protestbewegungen gegen autoritäre und rechte Angriffe. Sie eint ihre Entschlossenheit und ihr Blick nach vorn. „Wir sind es gewöhnt zu kämpfen. Es bleibt uns nichts Anderes übrig“, sagt die argentinische Aktivistin Ruth Zubriggen.
In unseren machtkritischen Bildungsmaterialien greifen wir diese Themen auf und bereiten sie pädagogisch so auf, dass sie sich gut in der Arbeit mit Jugendlichen ab 15 Jahren und jungen Erwachsenen sowie gering literalisierten Erwachsenen einsetzen lassen. Neben Wissensvermittlung und Perspektivwechsel liegt der Fokus auf emotional-sozialen Lernen. Ziel ist es, Räume für Reflexion, Austausch und gegenseitige Ermutigung zu schaffen – und so Hoffnung, Solidarität und Handlungsfähigkeit zu stärken. Medienpädagogische Ansätze knüpfen gezielt an die Lebensrealitäten der Teilnehmer*innen an.
Unsere Materialien sind auch in einfacher Sprache verfügbar – ideal für den Einsatz in der politischen Grundbildung oder in Integrationskursen.
Die Materialien wurden bereits erfolgreich in Schulen und Grundbildungskursen erprobt. Eine erste Fortbildung für Multiplikator*innen stieß auf sehr großes Interesse, weitere folgen im Herbst 2026. Ergänzt wird das Angebot durch Onlineveranstaltungen mit Aktivist*innen aus dem Globalen Süden – zwei fanden bereits 2025 statt, eine weitere ist für Ende 2026 geplant.
Ihr könnt uns gern für Workshops oder Fortbildungen anfragen. Schreibt uns einfach an projekt@f3kollektiv.net – wir freuen uns über Austausch und Feedback zu unseren Methoden.
Das Projekt „Bildung zu den SDGs gegen rechte Ideologien – Kämpfe und Strategien aus dem Globalen Süden“ wird durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit sowie von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienst gefördert.