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Frau Leben Freiheit – Geschichten von Wut und Hoffnung

Jin Jiyan Azadî – wer kennt ihn nicht? Der feministische Kampfruf kurdischer Frauen ging um die Welt. In einem interaktiven Lernvideo in einfacher Sprache erzählen wir von seinem Beginn in der iranischen Protestbewegung seine Geschichte und weitere Geschichten von Wut, Hoffnung und dem Kampf für mehr Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5) aus Brasilien und den USA. Mit partizipativen Methoden, Schreibübungen von schweren Wörtern und Elementen des emotional-sozialen Lernens machen wir das Thema für die Teilnehmer*innen erfahrbar und berichten, wie sich starke Frauen weltweit gegen autoritäre und rechte Regierungen auflehnen.

Die Methode ist primär für Präsenz-Settings konzipiert, lässt sich aber leicht für Online-Formate anpassen. Den detaillierten Ablauf und alle druckbaren Materialien findet ihr rechts zum Download als ZIP-Datei.

Downloads

  • Ablaufplan
  • Alle Materialien (ZIP Datei)
    • Ablaufplan als Word Datei
    • M2AM1: Hintergrund

Die Methode beinhaltet ein interaktives Bildungstool. Die Tools können in online Settings und in Präsenz genutzt werden und bieten gleichzeitig die Möglichkeit zum Selbstlernen. Wie ihr das Tool genau einsetzen könnt findet ihr im Ablaufplan.

  • M2AT1: interaktives Lernvideo “Frau Leben Freiheit – Geschichten von Wut und Hoffnung”

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Besonderheiten

Methode: Selbsterfahrungsmethode, interaktives Lernvideo, Körperübungen aus dem emotional-sozialen Lernen, Reflexion
Zeitaufwand: 90 Minuten
Zielgruppe: gering literalisierte Erwachsene, Menschen mit Lernschwierigkeiten, ggf. Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren mit Bedarf an einfacher Sprache
Alphalevel: Level 2 (Wortebene)
Gruppengröße: max. 30 Teilnehmer*innen
Teamer*innen/Kursleiter*innen: : 1-2
Komplexität: ***
Barrieren: Die Methode nutzt visuelle Medien, Bewegungsübungen zum Schütteln und Ausklopfen sowie eine Übung mit Wurfbewegungen. Für seheingeschränkte Menschen sollten die Materialien barrierefrei übersetzt, für höreingeschränkte Menschen das Video mit Untertiteln oder in einer passenden Form zugänglich sein. Die Bewegungen können auch im Sitzen ausgeführt werden.
  • Die TN erleben spielerisch, dass unterschiedliche Ausgangspositionen (Privilegien) die Chancen beeinflussen, etwas zu erreichen.
  • Die TN verstehen, dass Benachteiligung oder Privilegierung nicht „normal“, sondern strukturell bedingt sind.
  • Die TN lernen die empowernden Geschichten von drei Frauen aus verschiedenen Orten der Welt kennen.
  • Die TN lernen, dass Gewalt und Benachteiligung von gegen Frauen, trans Menschen und queere Menschen ein globales Problem sind und dass sich die Menschen in verschiedenen Ländern dafür einsetzen, für ihre Rechte zu kämpfen.
  • Die TN verstehen, dass es Regierungen gibt, die die Rechte von Frauen, queeren Menschen und trans Personen einschränken und dadurch für diese Gruppen gefährlich sind.
  • Die TN lernen verschiedene Proteste kennen, bei denen für die Rechte von Frauen, queeren Menschen und trans Personen gekämpft wurde. Die Beispiele sollen die TN stärken und ihnen Mut machen, sich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit einzusetzen.
  • Die TN lernen weitere Beispiele von kämpferischen Frauen kennen (z. B. Christina Clemm und Clara Zetkin aus Deutschland)
  • Die TN verstehen, dass Frauen, queeren Menschen und trans Personen weltweit durch Gesetze, Strukturen und rechte oder autoritäre Regierungen benachteiligt werden und dass sich dieser Mechanismus in mehreren Ländern (z. B. Iran, Brasilien, USA, Deutschland) ähnlich wiederholt.
  • Die TN verstehen, was antifeministische Politik bedeutet und verstehen, dass durch das Erstarken der AFD in Deutschland auch wichtige Rechte für Frauen, queere Menschen und trans Personen in Gefahr sind.

Die Kursleiter*in/Teamer*in liest sich in das Thema ein und achtet dabei auf die Fallstricke (vgl. Ablauf). Gegebenenfalls kündigt sie*er das Thema in der Stunde davor an und gibt eine Content Warnung aus (siehe Fallstricke). Im Seminarraum bereitet sie*er die Papierkügelchen für die Mülleimer-Methode vor sowie alles für das Abspielen des interaktiven Lernvideos (Internet, Beamer, Lautsprecher).

Für die Methode ist kein Vorwissen notwendig. Die Teilnehmer*innen sollten aber offen sein, sich mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit zu beschäftigen. Wenn die Methode mit Jugendlichen angewendet wird, empfiehlt es sich im Vorfeld das Thema Geschlechtergerechtigkeit schon behandelt zu haben. Dafür eignet sich diese Methode.

Zunächst bereitet die Kursleitung/der*die Teamer*in die Teilnehmer*innen vor: Sie gibt einen kurzen Einstieg ins Thema Frauenrechte und kündigt ggf. eine Content-Warnung an. Danach folgt die Mülleimer-Methode: Die Teilnehmer*innen werfen Papierkügelchen in einen Mülleimer aus unterschiedlichen Distanzen, um spielerisch Privilegien und Benachteiligungen zu erleben. In der 10-minütigen Auswertung reflektieren sie anhand von Leitfragen persönliche Erfahrungen mit ungleichen Chancen und strukturellen Ungerechtigkeiten. Anschließend startet das interaktive Lernvideo (ca. 60 Min.): Es erzählt in einfacher Sprache Geschichten starker Frauen aus dem Globalen Süden (z. B. Iran, Brasilien, USA), die gegen autoritäre und rechte Regierungen kämpfen. Pausen ermöglichen Reflexion, Wiederholung und freiwillige Körperübungen wie Schüttel oder Abklopfen. Abschließend besprechen die Teilnehmer*innen anhand von Leitfragen Gemeinsamkeiten der Geschichten und Handlungsimpulse für Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5).

Bildungsmaterialien und Methodenbeschreibungen aus dem Projekt „Bildung gegen rechte Ideologien – Kämpfe und Strategien aus dem Globalen Süden“ vom F3_kollektiv sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Die Mülleimer Methode stammt von https://queer-at-school.de/ im Rahmen von https://methodenpool.queere-bildung.de/. Vielen Dank für die Erlaubnis, die Methode abzudrucken.

Interaktives Lernvideo

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