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Antifeminismus erkennen und widersprechen

Die Methode vermittelt den Teilnehmer*innen ein fundiertes Verständnis von Antifeminismus als Kernelement rechter Bewegungen weltweit. Sie erkennen, dass antifeministische Politik in unterschiedliche Formen auftritt und sich gezielt gegen Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt und feministische Errungenschaften richtet. Gleichzeitig verstehen die TN die dynamische Natur feministischer Kämpfe. Damit wird SDG 5 gestärkt. Die Methode kombiniert Input und interaktive Spielphasen sowie Reflexion, um kognitive, emotionale und soziale Lernziele zu verbinden.

Die Methode ist primär für Präsenz-Settings gedacht, kann aber auch für die Durchführung in Online-Settings angepasst werden. Den detaillierten Ablauf und alle druckbaren Materialien findet ihr rechts zum Download als ZIP-Datei.

Alle Materialien im Überblick:

  • Ablaufplan Präsenz als Word-Datei
  • M2M1: Emotions-Emojis
  • M2M2: Arbeitsblatt GefühleM2M3: Input Antifeminismus
  • M2M4: Präsentation als PDF
  • M2M5: Spielregeln Match it!
  • M2M6: Match it! Ergebnisblatt
  • M2M7: Match it! Spielkarten und Ablageblatt
  • M2M8: Match it! Factsheets zum Ausdrucken (nur bei Nutzung ohne Smartphone bzw. WLAN)

Die Methode beinhaltet interaktive Bildungs-Tools. Die Tools können in Online-Settings und in Präsenz genutzt werden und bieten gleichzeitig die Möglichkeit zum Selbstlernen. Wie ihr das Tool genau einsetzen könnt findet ihr bei „Ablauf“ oder im Ablaufplan.

Hier findet ihr alle Tools zu der Methode.

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Besonderheiten

Methodik: Aufstellungsübung, Partner*innen-Interview, Input mit Präsentation, Zuordnungsspiel, Reflexion
Zeitaufwand: 90 Minuten. Die Methode kann in 2 Schulstunden durchgeführt kann werden, weil sie gut in 45 Minuten Slots eingeteilt werden kann
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren
Gruppengröße: mindestens 4, maximal 30
Teamer*innen: 1-2 Teamer*innen
Komplexität : *****
Barrieren: Die Methode setzt Seh- und Hörfähigkeit sowie körperliche Mobilität voraus. Das Lesen der Texte setzt Konzentrationsfähigkeit und Fähigkeiten in Lesen und Schreiben voraus.

Die TN lernen verschiedene Beispiele für antifeministische Politik weltweit kennen.
Die TN lernen, dass sich Antifeminismus auf der Einstellungsebene, in den Sozialen Medien, aber auch durch konkrete tätliche Übergriffe ausdrückt.
Die TN lernen: Antifeminismus ist ein Kernelement rechter Bewegungen überall auf der Welt und richtet sich gegen Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt.
Die TN lernen: Feministische Erfolge werden erkämpft, bedroht und verteidigt, es gibt keine lineare Entwicklung, sondern Fortschritte und Rückschläge.
Die TN lernen, dass sich feministische Kämpfe weltweit ähneln und internationaler Austausch, Zusammenarbeit und Solidarität wichtig sind.

Für die Durchführung wird ein ausreichend großer Raum bzw. ein zweiter Raum benötigt, der Bewegungsphasen ermöglicht. Für die Aufstellungsübung werden die Emotions-Emojis ausgedruckt und ausgelegt. Für das Zuordnungsspiel müssen Tische für die 4er-Gruppen im Raum verteilt werden. Das Spielmaterial für Match it! muss ausgeduckt und ausgeschnitten werden:
• Kartensets (doppelseitiger Druck über die lange Seite gedreht)
• Ablageblatt
• Ergebnisblatt
Je nach Gruppenzusammensetzung und verfügbarer Zeit, kann mit weniger als 5 Kategorien gespielt werden. Dafür müssen vorab die entsprechenden Karten aus den Sets entfernt werden. Idealerweise wird Match it! mit Smartphones/Tablets und WLAN zum Öffnen der QR-Codes gespielt. Ohne Handynutzung oder WLAN müssen auch die Fact-Sheets in mehrfacher Ausführung ausgedruckt werden.
Vorab sollte die Teamer*innen prüfen, ob die thematischen Inhalte – insbesondere die Thematisierung von Abtreibung und Gewalt gegen FLINTA* – für die Zielgruppe geeignet sind und ob eine entsprechende Vor- und Nachbereitung notwendig ist.

Die Methode ist inhaltlich anspruchsvoll und methodisch abwechslungsreich. Sie fordert sowohl analytische als auch emotionale Fähigkeiten. Viel Vorwissen ist nicht notwendig, aber Grundkenntnisse zu Feminismus, Geschlechtergerechtigkeit und politischen Zusammenhängen erleichtern die Teilnahme. Das Spiel Match it! erfordert das Lesen von ein- bis zweiseitigen Texten auf dem Smartphone. Die Komplexität kann durch das Entfernen von Kategorien reduziert werden, weil dann weniger Text gelesen werden muss.

Emotionale Komplexität: Die TN reflektieren eigene Gefühle, Umgang mit provokanten Aussagen und Übertragungen auf reale politische Entwicklungen. Die emotionale Belastung kann gerade bei heterogenen Gruppen hoch sein. Siehe dazu Fallstricke im Ablaufplan.

Die Methode beginnt mit einer emotionalen Aktivierung. Die Teilnehmer*innen hören Aussagen und positionieren sich je nach ihren Gefühlen dazu in verschiedenen Ecken des Raumes. Die Aussagen können je nach Gruppe ausgewählt oder angepasst werden. Eventuell müssen Begriffe wie Trans* oder Incels erklärt werden.

Danach bietet ein Partner*innen-Interview zu zweit Zeit zur Reflexion der eigenen Gefühle im Umgang mit den Themen Feminismus, queeres Leben und rechte Bewegungen.

Im Anschluss erklären die Teamer*innen in einem kurzen Input die zentralen Merkmale und Strategien antifeministischer Politik, ihre Rolle als „Brückenideologie“ und die globale Vernetzung. Die Teilnehmer*innen können Fragen stellen und Beispiele aus ihrem Umfeld einbringen.

Beim Zuordnungs-Spiel „Match it – Antifeminismus erkennen“ bilden die Teilnehmer*innen 4er-Gruppen und ordnen Beispiele antifeministischer Politik und feministischen Protests verschiedenen Kategorien zu. Die Kategorien sind: Reproduktive Rechte, Queeres Leben, Gewalt, Care-Arbeit, Alltagsleben. Optional können einzelne Kategorien je nach Gruppenkontext weggelassen werden. Über QR-Codes auf den Spielkarten rufen die Teilnehmer*innen Infos auf ihren Smartphones ab und überprüfen die richtige Zuordnung über Symbole auf der Rückseite der Karte.

In der Abschlussdiskussion reflektieren die Teilnehmer*innen, wie feministische Erfolge global verteidigt und bedroht werden und welche Lernimpulse sie für den eigenen Alltag mitnehmen.

Präsentation Antifeminismus

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