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Demokratie in Gefahr

Die Teilnehmer*innen diskutieren über demokratische Grundwerte wie Meinungsfreiheit, Menschenwürde und positionieren sich entlang eines Meinungsbarometers zu rechten und demokratischen Aussagen.

Die Methode ist primär für Präsenz-Settings gedacht, kann aber auch für die Durchführung in Online-Settings angepasst werden. Den detaillierten Ablauf und alle druckbaren Materialien findet ihr rechts zum Download als ZIP-Datei.

Alle Materialien im Überblick:

  • Ablaufplan Präsenz als Word-Datei
  • M1_M1_Daumen hoch/Daumen runter
  • M1_M2_Input zur Reflexion

Besonderheiten

Methode: Meinugsbarometer und Reflexion
Zeitaufwand:
Zielgruppe: gering literalisierte Erwachsene, Menschen mit Lernschwierigkeiten, Integrationskurs-Teilnehmer*innen
Zeitaufwand: 45 Minuten
Gruppengröße: beliebig
Teamer*innen: 1
Komplexität: **
Barrieren: die Methode erfordert Hörvermögen, aber vor allem Sozialkompetenz und das Einhalten von Gesprächsregeln auch bei anderen Meinungen. Bei Durchführung des Meinungsbarometers auf dem Boden, sollten die TN in der Lage sein, sich frei im Raum zu bewegen.
  • Die Teilnehmer*innen (TN) diskutieren Grundwerte der Demokratie wie Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Vielfalt und Mitbestimmung und positionieren sich dazu.
  • Die TN lernen, dass diese Werte überall auf der Welt umkämpft sind.
  • Die TN lernen Protestbewegungen aus dem Globalen Süden für mehr Demokratie kennen.
  • Die TN lernen rechte Aussagen als solche kennen und positionieren sich dazu.
  • Die TN werden für die Gefahr des Erstarkens rechter Bewegungen sensibilisiert.

Die Kursleitung (KL) bereitet das Meinungsbarometer auf einem Tisch oder dem Boden vor. Dafür wird mit Kreppband eine Linie gezogen. An dem einen Ende befindet sich ein Daumen nach oben (Ich stimme zu) und an dem anderen Ende ein Blatt mit Daumen nach unten (Ich stimme nicht zu).
Die Kursleitung macht sich mit den Hintergründen zu jeder Aussage vertraut (siehe M1_M2_Input zur Reflexion) und bereitet sich auf die abschließende Zusammenfassung vor.

Die Methode erfordert kein spezifisches Vorwissen. Die Aussagen sind jedoch teils etwa abstrakt und benötigen je nach Gruppe eventuell etwas mehr Erläuterung durch die KL.

Die KL führt ins Thema ein und vereinbart Gesprächsregeln mit den TN für einen respektvollen Umgang. Anschließend werden Aussagen vorgelesen und erklärt, zu denen sich die TN auf einem Meinungsbarometer zwischen den Polen „Ich stimme zu“ und „Ich stimme nicht zu“ positionieren sollen. Das passiert entweder durch Aufstellung auf einer Linie oder durch das Setzen eines Gegenstandes oder Namensschildes. Nach jeder Aussage stellt die KL Reflexionsfragen zu der Aussage und gibt ergänzende Informationen und nennt Beispiele aus dem Globalen Süden.
Anschließend erfolgt eine Zusammenfassung anhand eines Mini-Inputs durch die KL. Schwere Wörter können durch eine Schreibübung verankert werden. Optional schließt eine Überleitung zu einer Vertiefungsmethode an.