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Fakten versus Fake – Falschaussagen zum Klimawandel enttarnen

  • Die Teilnehmer*innen entlarven typische Falschaussagen zum Klimawandel und lernen, ihnen mit klaren wissenschaftlichen Argumenten zu begegnen. Dabei werfen sie auch einen Blick hinter die Kulissen: Welche Interessen stecken hinter den Falschaussagen– und welche Folgen haben sie, besonders für Menschen im Globalen Süden? Nach einem kurzen Einstieg zur Wissensreaktivierung zum Klimawandel geht es direkt in die Praxis: In Gruppen ordnen die Teilnehmer*innen spielerisch Aussagen und passende Debunks (Widerlegungen) zu, probieren Argumente in Alltagsdialogen aus und diskutieren gemeinsam Hintergründe und globale Auswirkungen.

Die Methode ist primär für Präsenz-Settings konzipiert, lässt sich aber leicht für Online-Formate anpassen. Den detaillierten Ablauf und alle druckbaren Materialien findet ihr rechts zum Download als ZIP-Datei.

Alle Materialien im Überblick

  • Ablaufplan als Word Datei
  • M3M1: Input 1
  • M3M2: Überblick Zitate, Debunks und Factsheets
  • M3M3: Zitate
  • M3M4: Debunks
  • M3M5: Hintergrund
  • M3M6: Arbeitsblatt
  • M3M7: Input 2
  • M3M8: Zitat Hilda zum Ausdrucken als PDF

Hinweis zum Drucken der Zitate, Debunks und Hintergründe: Duplexdruck „an schmaler Seite wenden“ und zwei auf einem Blatt. Sie werden an den Schnittmarkierungen ausgeschnitten.

Die Methode beinhaltet ein interaktives Bildungstool. Das Tool kann in online Settings und in Präsenz genutzt werden und bieten gleichzeitig die Möglichkeit zum Selbstlernen. Wie ihr das Tool genau einsetzen könnt findet ihr im Ablaufplan.

  • M3T1: Zitat Hilda

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Besonderheiten

Methode: Wissenspuzzle, Karten-Matching, Kleingruppenarbeit, Argumentationstraining, Reflexionsrunden und Input
Zeitaufwand: 135 min inklusive Pausen (3x 45 min)
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren, interessierte Erwachsene
Gruppengröße: Maximal 30
Teamer*innen: 2
Komplexität: *****
Barrieren: die Methode setzt Seh- und Lesefähigkeit für Karten, Zitate und Arbeitsblätter voraus sowie Hörfähigkeit für Präsentationen und Reflexionsgespräche. Zudem erfordert das Karten-Matching Mobilität im Raum. Darüber hinaus verlangt die Methode längere Konzentrationsphasen.

Die Teilnehmer*innen…

  • … verstehen, was das Thema Falschaussagen zum Klimawandel mit ihrem Alltag zu tun hat
  • … reaktivieren ihr Wissen zum Klimawandel und Klimagerechtigkeit.
  • … lernen anhand von Zitaten Personen aus verschiedenen Ländern kennen, die mit falschen Behauptungen den Klimawandel infrage stellen.
  • … lernen, wie man die Falschaussagen entkräften kann.
  • … setzen sich mit ihren Emotionen zum Thema Falschaussagen zum Klimawandel auseinander.
  • … erkennen, dass die Interessen der Personen, die Falschaussagen zu Klimawandel machen, unterschiedlich sein können. Sie erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  • … erkennen, dass das politische Spektrum von Menschen, die Falschaussagen zum Klimawandel machen, von konservativ über populistisch bis rechts reicht.
  • … verstehen, dass das Teilen von Falschaussagen zum Klimawandel von mächtigen Akteur*innen reale Auswirkungen auf die Menschheit hat.
  • … verstehen, dass davon hauptsächlich Menschen aus dem Globalen Süden betroffen sind.

Für die Durchführung der Methode braucht es einen geräumigen Workshop-Raum, der ausreichend Platz für Bewegungen während des Karten-Matchings bietet, sowie flexible Stuhl-Anordnungen wie Kreise oder Reihen für Reflexionsphasen ermöglicht. Tische oder ruhige Ecken sollten für die Gruppenarbeit mit Arbeitsblättern eingerichtet werden. Ergänzend braucht es Flipcharts, eine Whiteboard- oder Metaplanwand, um Moderationskarten sichtbar aufzuhängen, sowie optional einen Beamer für die Präsentation der Inputs. Die Materialien werden im Vorfeld ausgedruckt. Die Teamer*innen bereiten sich inhaltlich vor und lesen sich ins Thema ein.

Die Methode setzt ein grundlegendes Vorwissen der Teilnehmer*innen zum Klimawandel voraus, da ein erster Block dieses Wissen reaktiviert und ordnet – umfassende Expertise ist jedoch nicht nötig.

Textarbeit spielt eine zentrale Rolle: Die Teilnehmer*innen lesen kurze bis mittellange Zitate, Debunks und Hintergründe und Reflexionsfragen auf Arbeitsblättern, die klar formuliert sind, aber durch wissenschaftliche Fakten und politische Kontexte anspruchsvoll sind. Insgesamt werden in der Methode komplexe Zusammenhänge reflektiert.

Das spielerische Karten-Matching erleichtert den Einstieg, während Gruppenreflexionen, Argumentationstraining und Plenumsdiskussionen Konzentration sowie Diskussionsfähigkeit fordern.

Falls kein Vorwissen zum Klimawandel vorhanden ist, kann diese Methode vom F3_kollektiv im Vorfeld durchgeführt werden.

Der 115-minütige Präsenz-Workshop beginnt mit einem 5-minütigen Einstieg: Die TM führen durch Alltagsbeispiele ins Thema ein und aktivieren mit offenen Fragen den persönlichen Bezug. In 15 Minuten reaktivieren die Teilnehmer*innen im Plenum via Leitfragen ihr Wissen zum Klimawandel. Die Teamer*innen visualisieren die Ergebnisse als Wissenspuzzle mit Moderationskarten.

Es folgt ein 10-minütiges Karten-Matching: Die Teilnehmer*innen teilen sich in zwei Gruppen – eine erhält Zitate mit Falschaussagen zum Klimawandel, die andere „Debunks“ –, sie suchen spielerisch passende Paare durch Raumbewegung und Schlagwortabgleich. Nachdem die Teams sich gefunden haben, bekommen sie Hintergrundsblatt zur Ergänzung.

In 30 Minuten bearbeiten die Teams ein Arbeitsblatt mit Reflexionsfragen zu der Falschaussage, der Person, die die Falschaussage getätigt hat, ihren Motiven und Widerlegung. Daraus entwickeln sie im Anschluss einen Alltagsdialog als Argumentationstraining.

Nach 10 Minuten Pause präsentieren die Teams in 20 Minuten ihre Dialoge als Plakat oder kurzes Theater. Eine 10-minütige emotionale Reflexion erfolgt im Kugellager zu Gefühlen und Erkenntnissen. Nach weiterer 10-minütiger Pause reflektieren die Teilnehmer*innen 15 Minuten im Plenum Interessen, Motive und politisches Spektrum der Personen, die die Falschaussagen zum Klimawandel tätigen.

Abschließend (10 Min.) diskutieren die Teilnehmer*innen Folgen der Leugnung, insbesondere für den Globalen Süden, mit Rückbezug und Visualisierung.

Zitat Hilda

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