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Mutmacher*innen – Widerstand aus dem Globalen Süden

Die Methode verbindet kognitive, emotionale und handlungsorientierte Zugänge und zielt darauf ab, sowohl Verständnis für globale Zusammenhänge als auch individuelle Selbstwirksamkeit zu fördern.
Es werden zentrale Inhalte gemeinsam wiederholt und eingeordnet. Anschließend aktivieren die Teilnehmenden ihr Vorwissen zu Klima- und Protestbewegungen durch eine bewegte Gruppenmethode. In einer Stationenarbeit lernen sie konkrete Initiativen und Perspektiven – insbesondere aus dem globalen Süden – kennen und setzen sich dabei auch mit ihren eigenen Emotionen auseinander.
Abschließend übertragen die Teilnehmenden die Inhalte auf ihre eigene Lebenswelt, indem sie persönliche Ziele formulieren und diese kreativ in einem „Mutmacher“ festhalten.

Die Methode ist primär für Präsenz-Settings gedacht, kann aber auch für die Durchführung in Online-Settings angepasst werden. Den detaillierten Ablauf und alle druckbaren Materialien findet ihr rechts zum Download als ZIP-Datei.

Downloads: 

  • Ablaufplan
  • Alle Materialien (ZIP-Datei)
    • Ablaufplan Präsenz als Word-Datei
    • M4A_M1: Input
    • M4A_M2: Arbeitsblätter
    • M4A: Gefühlskarten

Besonderheiten

Methodik: Input, aktivierende Bewegungsmethode, Gruppenarbeit, Reflexion, Kreativteil
Zeitaufwand: 90 Minuten. Die Methode kann in 2 Schulstunden durchgeführt kann werden, weil sie gut in 45 Minuten Slots eingeteilt werden kann.
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren
Gruppengröße: beliebig
Teamer*innen: 1-2 Teamer*innen
Komplexität: **
Barrieren: Die Methode setzt Seh- und Hörfähigkeit sowie körperliche Mobilität und Feinmotorik für die Bastelaufgabe voraus. Die Videos in der Gruppenarbeit sind auf Englisch oder Spanisch, eine schriftliche Übersetzung auf Deutsch ist auf den Arbeitsblättern enthalten.
  • Die TN wiederholen oder verfestigen ihr Wissen zu den Folgen von Klimawandelleugnung.
  • Die TN aktivieren ihr Wissen und lernen verschiedene Initiativen kennen, die sich für den Klimaschutz einsetzen.
  • Die TN lernen Protestformen und Perspektiven aus dem globalen Süden kennen.
  • Die TN setzen sich mit ihren Gefühlen zu Klimathemen und Protest auseinander.
  • Die TN entwickeln ein Verständnis dafür, dass individuelles Handeln möglich und relevant ist.
  • Die TN machen sich eigene Werte zum Thema Klima bewusst. Sie formulieren konkrete persönliche Ziele.
  • Die TN verarbeiten ihre Emotionen und Ziele kreativ, um die Workshop-Inhalte mit konkreten Alltagshandlungen zu verknüpfen.

Es wird ein ausreichend großer Raum für einen Stuhlkreis und 5 Gruppenarbeitsstationen benötigt. Die TM lesen sich den Input zur Wiederholung durch und bereiten sich auf das Thema vor. Die Arbeitsblätter und Gefühlskarten für die Gruppenarbeit müssen ausgedruckt werden und ein Behälter zum Sammeln der Emotionen mitgebracht werden. Die TN brauchen Smartphones oder je ein Tablet pro Station. Für Bastelaufgabe bringen die TM die entsprechenden Bastelmaterialien und ein Ansichtsexemplar mit.

Die Methode erfordert Vorkenntnisse zum Klimawandel und den Gefahren von Klimawandelleugnung, die durch die Vertiefungsmethode Fakten vs. Fakte. Falschaussagen zum Klimawandel enttarnen erworben werden können.

Die Übung beginnt mit einer gemeinsamen Wissenssicherung im Stuhlkreis. Die Teilnehmenden (TN) beantworten Leitfragen zu Klimawandelleugnung, Betroffenheit und globaler Ungleichheit. Je nach Vorwissen geschieht dies im Plenum oder zunächst in kurzen Flüstergruppen. Die Ergebnisse werden gesammelt und bei Bedarf durch die Teamenden (TM) ergänzt.

Anschließend folgt eine aktivierende Übung in Anlehnung an das „Obstsalat“-Prinzip: TN benennen bekannte Initiativen zu Klimaschutz oder politischem Engagement. Wer eine Gruppe kennt, bewegt sich in die Kreismitte, nennt sie und erklärt sie kurz. So entsteht ein dynamischer Überblick über vorhandenes Wissen und unterschiedliche Protestformen.

Im nächsten Schritt arbeiten die TN an verschiedenen Stationen zu Initiativen aus dem globalen Süden. Sie setzen sich mithilfe von Materialien (z. B. Videos, Kurztexte) mit Perspektiven und Protestformen auseinander und bearbeiten dazu Leitfragen. Parallel reflektieren sie ihre emotionalen Reaktionen, indem sie ein Gefühl notieren oder auswählen.

Nach einer kurzen Pause werden die gesammelten Eindrücke im Plenum reflektiert. Die TM bündeln die genannten Emotionen und moderieren ein Gespräch über Überraschungen, Eindrücke und Handlungsmöglichkeiten.

Abschließend formulieren die TN persönliche Ziele für eigenes Engagement. Diese werden kreativ in einem individuellen „Mutmacher“ umgesetzt, der als Erinnerung und Motivation für zukünftiges Handeln dient.